Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und KunstSTMWFK Pressemeldungen Atom15<![CDATA[Neue Förderrunde des Bayerischen Atelierförderprogramms für Bildende Künstlerinnen und Künstler ]]> Ab 1. Januar 2013 soll eine neue Förderrunde des Bayerischen Atelierförderprogramms für Bildende Künstlerinnen und Künstler starten. Kunstminister Wolfgang Heubisch teilte am Donnerstag in München mit, dass der Freistaat Bayern mit dem Programm bis zu 100 Bildende Künstlerinnen und Künstler für die Dauer von zwei Jahren mit einem monatlichen Zuschuss zu ihren Atelierkosten in Höhe von 230 Euro unterstützt. Heubisch: „Gerade für Bildende Künstlerinnen und Künstler sind bezahlbare Arbeitsräume von großer Bedeutung für ihr Wirken. Mit dem Atelierförderprogramm möchten wir dazu beitragen, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.“

Für das Programm können sich freischaffende Künstlerinnen und Künstler ohne Altersbegrenzung bewerben. Voraussetzung ist eine abgeschlossene künstlerische Ausbildung. Die Bewerber müssen seit mindestens drei Jahren ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben und dürfen ein bestimmtes Jahresnettoeinkommen nicht überschreiten. Die Bewerbungen sind bis spätestens Ende Juli 2012 bei der Regierung einzureichen, in deren Bezirk sich der Hauptwohnsitz des Künstlers befindet. Das Programm, für das Bayern seit 1998 aus dem Kulturfonds Mittel bereit stellt, steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung entsprechender Mittel durch den Bayerischen Landtag.

Weitere Informationen zum Verfahren, zu den Ansprechpartnern bei den Regierungen sowie die Bewerbungsbögen zum Downloaden und Ausfüllen sind im Internet unter www.stmwfk.bayern.de/foerderung/kuenstlerfoerderung.aspx unter dem Stichwort „Atelierförderprogramm“ abrufbar.

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2012-02-09T00:00:00Z2012-02-09T00:00:00Z2445
<![CDATA[Wissenschaftsminister Heubisch empfängt neu berufene Professorinnen und Professoren in der Glyptothek]]> Mehr als 440 Professorinnen und Professoren wurden im vergangenen Jahr an die staatlichen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen berufen. „Mit dieser Zahl halten wir das hohe Niveau der Neuberufungen an die bayerischen Hochschulen“, betont Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch anlässlich des heutigen Empfangs in der Glyptothek in München. „Mit diesen Neuberufungen kommen wir der höheren Zahl und den gestiegenen Ansprüchen der Studierenden nach. Wir bauen das Angebot in der Lehre und Forschung aus und stärken den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Bayern im nationalen und internationalen Vergleich. Das vergangene Studienjahr hat gezeigt, dass sich der Freistaat Bayern dieser Verantwortung stellt. Es stand ganz im Zeichen des Doppelten Abiturjahrgangs. Durch das ehrgeizige Ausbauprogramm des Freistaats mit 38.000 zusätzlichen Studienplätzen waren die Hochschulen auf den Ansturm gut vorbereitet.“

In seiner Begrüßungsrede unterstrich Wissenschaftsminister Heubisch besonders das Spitzenniveau der bayerischen Hochschullandschaft. „Es muss das primäre Ziel sein, mit der Stärkung von Wissenschaft und Forschung die Spitzenstellung Bayerns im weltweiten Wettbewerb auszubauen und attraktive Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Ich freue mich, dass es uns mit dem Nachtragshaushalt 2012 gelungen ist, die Weichen gerade auch für die Bildung richtig zu stellen. Mit einer Gesamtsumme von 15,8 Milliarden Euro investiert der Freistaat ein Drittel seines Gesamthaushalts in diesen Bereich. Das ist ein deutliches Signal – auch über die Grenzen von Bayern hinaus. Der Freistaat Bayern geht die anstehenden Herausforderungen aktiv an. Mit dem Einstieg in den Aufbau von weiteren 10.000 Studienplätzen werden die Hochschulen in diesem Jahr 400 zusätzliche Personalstellen erhalten“, so Heubisch wörtlich.

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2012-02-08T00:00:00Z2012-02-08T00:00:00Z2443
<![CDATA[Heubisch sieht keinen Grund den Hochschulen mit Gesetzesänderungen bei der Verwendung der Studienbeiträge zu drohen]]> Der bayerische Wissenschaftsminister, Wolfgang Heubisch, machte in der Diskussion um die Studienbeiträge noch einmal deutlich, dass er mit den Hochschulen vereinbart habe, die noch nicht verausgabten Mittel bis zum Ende des Sommersemesters 2012 auf zehn Prozent der jährlichen Studienbeitragseinnahmen abzubauen. „Es gibt daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Grund, mit Gesetzesänderungen zu drohen. Die Hochschulen sind auf einem guten Weg und man sollte ihnen die vereinbarte Zeit auch lassen“, so Heubisch.

Auch in der Frage des Studienbeitragsdarlehens sieht Heubisch den Freistaat derzeit gut aufgestellt. Das Beitragsdarlehen sei gut ausgestaltet und er hoffe, dass es in Zukunft noch mehr in Anspruch genommen werde. Die Diskussion um eine Zinsobergrenze des Studienbeitragsdarlehens kommentiert Heubisch zurückhaltend: „Die Einführung einer Zinsobergrenze ist auf jeden Fall mit höheren Kosten verbunden. Ich bezweifele, dass dies im Interesse der Studierenden ist, vor allen Dingen vor dem Hintergrund der ohnehin niedrigen Darlehenszinsen“, so Heubisch abschließend.

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2012-02-08T00:00:00Z2012-02-08T00:00:00Z2444
<![CDATA[Wissenschaftsministerium führt erfolgreiche Initiative „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ fort ]]> Der Mangel an Fachkräften in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – kurz MINT – ist eine zentrale Herausforderung nicht nur für Bayern. Mit dem Programm „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ haben die Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums im Jahr 2007 eine beispielhafte Initiative ins Leben gerufen, um die Studienabbrecherquoten in den MINT-Studiengängen zu reduzieren. Im Rahmen dieser Initiative hat die Bayerische Wirtschaft zehn innovative Hochschulprojekte drei Jahre lang mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Das Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) hat das Programm begleitet und wissenschaftlich evaluiert. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer bayme vbm und vbw, haben am Montag gemeinsam Bilanz gezogen. Ihr Fazit: Die erprobten Best-Practice-Beispiele haben viele positive Entwicklungen an den Hochschulen angestoßen. Das Wissenschaftsministerium baut auf diesen Ergebnissen auf und startet ein neues Projekt, um die Studienbedingungen im MINT-Bereich noch weiter zu verbessern.

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betont: „Globale Konkurrenz und demographische Entwicklung verschärfen den Mangel an Fachkräften im MINT-Bereich. Den hervorragend qualifizierten Absolventen unserer Hochschulen bieten sich weltweit attraktive Arbeitsmöglichkeiten. Wir wollen mehr Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer begeistern und zugleich die Abbrecherquote senken. Deshalb greifen wir die Empfehlungen des IHF auf und eröffnen mit einem weiteren Hochschulwettbewerb neue Perspektiven.“ Zur Unterstützung und Koordinierung der an dem Wettbewerb teilnehmenden Hochschulen hat das Wissenschaftsministerium eine Servicestelle geschaffen und wird beträchtliche Projektmittel für die geförderten Konzepte zur Steigerung des Anteils von MINT-Absolventen bereitstellen.

Bertram Brossardt hebt hervor: „Wir haben die Initiative ‚Wege zu mehr MINT-Absolventen’ ins Leben gerufen und finanziert, um die Rahmenbedingungen für Studierende in den sogenannten MINT-Fächern in Bayern zu verbessern und dadurch die Studienabbrecherquote an den Hochschulen nachhaltig zu reduzieren. Dass wir die Weichen richtig gestellt haben, zeigt der Evaluierungsbericht des Instituts für Hochschulforschung und Hochschulentwicklung. Vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels von rund 520.000 Arbeitskräften in Bayern bereits im Jahr 2015, können wir uns hohe Abbruchquoten in den MINT-Studiengängen nicht mehr leisten. Wir begrüßen es daher sehr, dass das Wissenschaftsministerium unsere Initiative fortführen wird und werden das Projekt auch weiter finanziell unterstützen.“

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2012-02-06T00:00:00Z2012-02-06T00:00:00Z2441
<![CDATA[Wissenschaftsminister Heubisch weist Drohungen von Ministerpräsidentin Kraft in Bezug auf den Länderfinanzausgleich zurück]]> Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, weist die im Streit um den Länderfinanzausgleich ausgesprochenen Drohungen der Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, alle Länderausgleichsabkommen und somit auch die gemeinsame Forschungsförderung aufzukündigen als absurd zurück. „Die Verwendung der Mittel aus dem Länderfinanzausgleich hat fachlich und inhaltlich nichts mit den anderen Länderausgleichsvereinbarungen zu tun. Die Forschungsförderung beruht zum überwiegenden Teil auf komplexen wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbsverfahren. Wer dieses System mal eben so zur Disposition stellt, gefährdet leichtfertig den Wissenschaftsstandort Deutschland. Mit einer solchen Politik unterstreicht Frau Kraft, dass es ihr bei der Diskussion weniger um die Sache als vielmehr darum geht, die eigenen Versäumnisse zu vertuschen. Mit der Aufkündigung der gemeinsamen Forschungsförderung würde Frau Kraft genau diesen Bereich aber nachhaltig beschädigen, auch in Nordrhein-Westfalen.“

Die Diskussion um die Verwendung der Mittel aus dem Länderfinanzausgleich hat bei der schwarz-gelben Koalition in Bayern, in Hessen und bei der ehemaligen schwarz-gelben Koalition in Baden-Württemberg dazu geführt, sich den Klageweg vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe vorzubehalten. Vor allen Dingen die ungleiche Ausgabenpolitik der Nehmerländer stößt immer wieder auf Kritik der Geberländer.

„Frau Kraft sollte sich als Ministerpräsidentin der Verantwortung für ihr Land bewusst sein. Eine solche Politik schadet doch nur ihrer eigenen Bevölkerung. Wenn sie in Zukunft die Gelder aus dem Länderfinanzausgleich sinnvoll und nachhaltig einsetzt, so wie Bayern es auch getan hat, müsste diese Diskussion auch nicht geführt werden“, so Heubisch abschließend.

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2012-02-06T00:00:00Z2012-02-06T00:00:00Z2442
<![CDATA[Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch wendet sich gegen Schmalspur-Medizinstudium]]> Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch spricht sich für eine Beibehaltung der sechsjährigen Medizinerausbildung in Deutschland aus. Den Änderungsvorschlag der EU-Kommission zu der entsprechenden EU-Richtlinie, wonach die Mindestdauer des Medizinstudiums bei gleichbleibender Unterrichtszeit um ein Jahr verkürzt werden kann, hält Heubisch für problematisch. Bislang schreibt die EU-Richtlinie für die ärztliche Grundausbildung sechs Jahre theoretischen und praktischen Unterricht vor. Der Änderungsvorschlag sieht vor, die zeitliche Mindestvorgabe von sechs auf fünf Jahre zu reduzieren.

Wissenschaftsminister Heubisch: „Ich setze mich nachhaltig dafür ein, dass das Medizinstudium in Deutschland zeitlich nicht gekürzt wird. Die sechsjährige Grundausbildung mit ihren umfassenden Praxisanteilen gerade im letzten Ausbildungsjahr ist ein Garant für die hervorragende Medizinausbildung hierzulande.“ Das von der EU vorgegebene Pensum von 5500 Stunden in nur fünf Jahren zu absolvieren, würde den Druck auf die Studierenden unnötig erhöhen und insgesamt zu einer Verschlechterung der Ausbildung führen, so der Minister weiter.

Heubisch betont außerdem: „Niemand sollte glauben, man könne durch eine Verdichtung des Medizinstudiums mehr Studenten ausbilden. Die dafür erforderlichen Kapazitäten bemessen sich an den Ausbildungsstunden und den Klinikkapazitäten, nicht an der Verweildauer an der Universität.“

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2012-02-01T00:00:00Z2012-02-01T00:00:00Z2440
<![CDATA[Auftakt für das Naturkundemuseum Bayern]]> Im Beisein von Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch wird heute in Schloss Nymphenburg der Förderkreis Naturkundemuseum Bayern e.V. gegründet. Der Förderkreis mit den beiden Vorsitzenden I.K.H. Dr. Auguste Prinzessin zur Lippe und Prof. Randolf Rodenstock unterstützt den Ausbau des Museums Mensch und Natur zu einem angemessen großen und modernen Naturkundemuseum Bayern. Das im Jahr 1990 gegründete Museum Mensch und Natur zählt mit über 200.000 Besuchern jährlich schon jetzt zu den meist frequentierten Museen in Bayern und vermittelt auf höchstem Niveau naturkundliche Bildung für alle Alterstufen. Wissenschaftsminister Heubisch steht zusammen mit einem breiten Kreis von Unterstützern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und der bayerischen Bevölkerung hinter dem Projekt.

I.K.H. Dr. Auguste Prinzessin zur Lippe betont: „Unsere mehr und mehr naturentfremdete Jugend wieder an die Natur heranzuführen und sie von klein auf für Natur und Wissenschaft zu begeistern, sollte eines unserer Hauptanliegen in Bayern sein. Dies kann als direkte Investition in die Zukunft unserer Forschung, Bildung und Entwicklung gesehen werden. Insbesondere angesichts der zunehmenden Umweltprobleme und Naturzerstörung weltweit sowie des Bildungsdefizits in den sich rasend schnell entwickelnden Biowissenschaften, ist es von zentraler Bedeutung, vermehrt Interesse für die Naturwissenschaften zu wecken und die Umwelterziehung zu verbessern. Ein Museum, das Biowissenschaften, Humanwissenschaften und Umwelt- und Naturschutzthemen abdeckt, würde, in Ergänzung zum Deutschen Museum, eine klaffende Lücke in unserer sonst so strahlenden Museen-Landschaft Bayerns schließen.“

Prof. Randolf Rodenstock ergänzt: „Bayern mit seinen herausragenden Wissenschaftseinrichtungen und erfolgreichen Unternehmen ist bestens aufgestellt, um für globale, von der Natur gebotene Herausforderungen vom Klimaschutz bis zur Welternährung Lösungen zu bieten. So nimmt Bayern mit mehr als 130 Biotech-Unternehmen und weiteren 100 Firmen aus der pharmazeutischen und chemischen Forschung eine Spitzenposition ein. Leider gefährdet der schon jetzt gravierende Mangel an entsprechend naturwissenschaftlich qualifizierten Nachwuchs Bayerns Spitzenposition. Das Naturkundemuseum wird helfen, diese Lücke zu schließen, wenn es auf sehr greifbare und sympathische Weise das Interesse junger Menschen weckt und sie bewegt, eine Ausbildung in naturkundlichen Disziplinen zu ergreifen."

Wissenschaftsminister Heubisch: „Der Ausbau des Museums Mensch und Natur ist von zentraler Bedeutung für den gesamten Freistaat. Das Museum betreut mit seinem hervorragenden museumspädagogischen Programm jährlich rund 1.300 Schulklassen – bei doppelt so hoher Nachfrage. Wir brauchen deshalb ein Museum mit mehr Platz und größeren Kapazitäten, das seinem Bildungsauftrag noch besser gerecht werden kann. Schließlich sind eine profunde Umwelterziehung und die Begeisterung für die Naturwissenschaften wichtiger denn je. Das Naturkundemuseum wird der Katalysator für die naturkundliche Bildung in unserem Land sein.“

Mit dem Naturkundemuseum soll eine dauerhafte und hochwertige Ausstellungsmöglichkeit für alle Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns entstehen. Aufgrund der beengten Verhältnisse kann das Museum Mensch und Natur die ihm zugedachte Rolle als das zentrale Schaufenster der Sammlungen nicht angemessen ausfüllen. Von den über 30 Millionen „Schätzen“ in den Magazinen, darunter ein 30 Meter langes Saurierskelett und die weltweit größte Schmetterlingssammlung, ist momentan nur ein winziger Teil für die Öffentlichkeit zugänglich. Heubisch hebt zugleich hervor, dass von der Erweiterung des Museums Mensch und Natur auch die vier Regionalmuseen der Sammlungen in Bamberg, Bayreuth, Eichstätt und Nördlingen profitieren werden. Mit einem rollierenden Ausstellungssystem haben sie an dessen Strahlkraft teil.

Der Zeitpunkt für eine Erweiterung des Museums Mensch und Natur ist optimal. Mit der Umsiedlung von zwei Instituten der Ludwigs-Maximilians-Universität nach Martinsried wurden in unmittelbarer Nachbarschaft des Museums im Schlossareal Nymphenburg geeignete Flächen frei. Erster Realisierungsschritt für das Bauprojekt, dessen Kosten mit 70 Millionen Euro angesetzt sind, ist ein Architektenwettbewerb. Der Förderkreis hat es sich zum Ziel gesetzt, die dafür erforderlichen Mittel in den nächsten Monaten einzuwerben. Noch in diesem Jahr soll der Wettbewerb stattfinden.

Heubisch hebt hervor: „Die Erweiterung des Museums Mensch und Natur ist ein Projekt, das wir im Rahmen des Kulturprogramms für ganz Bayern verwirklichen wollen. Ein Projekt dieser Größenordnung fordert politische Führungsverantwortung, die ich gerne übernehme. Zugleich braucht die Politik starkes privates Engagement – und zwar weit über den finanziellen Aspekt hinaus. Ich bin deshalb dem Haus Wittelsbach sehr dankbar für seine kraftvolle Initiative.“

Nähere Informationen finden Sie unter der heute frei geschalteten Homepage des Förderkreises: www.namu-bayern.de .

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2012-01-26T00:00:00Z2012-01-26T00:00:00Z2438
<![CDATA[Wissenschaftsminister Heubisch zur Debatte um den Umgang mit NS-Schriften]]> In der aktuellen Debatte um den Umgang mit NS-Schriften betont der Bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch erneut seine Offenheit für eine historisch-kritische Edition von Hitlers Mein Kampf: „Es besteht die Gefahr, dass Scharlatane und Neonazis sich dieses Schandwerks bemächtigen, wenn das Urheberrecht des Freistaats Bayern 2015 ausläuft. Deshalb bin ich der Meinung, wir brauchen eine wissenschaftlich fundierte, hervorragend ausgearbeitete kritische Edition. So können wir kraftvoll eintreten für eine politische Bildung nach freiheitlich-demokratischen Grundwerten – gerade für unsere jungen Menschen.“

Eine kritische Edition bedeute auch ein aktives Eintreten gegen eine braune Ideologie, so Heubisch, der das Verbot der Herstellung und Verbreitung kommerzieller Auszüge durch den aktuellen Beschluss des Landgerichts München (Az: 7 O 1533/12) ausdrücklich begrüßt: „Es geht hier um die Verteidigung der Demokratie in jeder Beziehung, daher bedarf es im Sinne einer liberalen Informations- und Wissenschaftsfreiheit des Zugangs zu solchen Quellen – aber nur auf der Basis einer fundierten, wissenschaftlich exzellenten und mit allen Betroffenen gut kommunizierten quellenkritischen, kommerz- und ideologiefreien Bearbeitung.“ Das international anerkannte Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München könne und werde dies bewerkstelligen, so der Minister weiter.

Das IfZ leistet nach Ansicht des bayerischen Wissenschaftsministers seit über 60 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und damit für die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland. „Der Umgang mit wissenschaftlich brisanten Themen und den nationalsozialistischen Quellen erfordert ein außergewöhnliches Maß an Verantwortung. Das IfZ hat dieses in seiner langjährigen Geschichte immer wieder unter Beweis gestellt, sei es bei der Erstellung von Gutachten im Frankfurter Auschwitz-Prozess, der kritischen Edition der Goebbels-Tagebücher oder bei der Konzeption der Ausstellung auf dem Obersalzberg. Die Art und Weise, wie das Institut die Ausstellung wissenschaftlich begleitet, gehört zum Besten was politische Bildung in Bayern zu bieten hat.“

Das IfZ ist ein Leibniz-Institut und wird von Bund und Ländern gemäß Art. 91b GG gefördert. Als freies Forschungsinstitut genießt es Forschungsautonomie. Das Wissenschaftsministerium ist daher in die Entscheidung für eine kommentierte Ausgabe von Mein Kampf nicht direkt eingebunden und fördert auch nicht gezielt einzelne Projekte. Das Institut hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, eine wissenschaftliche Edition nur im engen Einvernehmen mit der Bayerischen Staatsregierung und anderen interessierten Organisationen zu veröffentlichen, beispielsweise dem Zentralrat der Juden in Deutschland.

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2012-01-26T00:00:00Z2012-01-26T00:00:00Z2439
<![CDATA[Zwölf europäische „Advanced Grants“ für Spitzenforscher an bayerischen Universitäten vergeben]]> Zwölf Spitzenforscher an bayerischen Universitäten erhalten in der dritten Antragsrunde den renommierten „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrates (ERC). Der „Advanced Grant“ ist die höchstrangige Forschungsförderung der Europäischen Union. Sie wird für innovative Projekte anerkannter Wissenschaftler, die in Europa forschen, vergeben. Jeder ausgezeichnete Wissenschaftler erhält über die nächsten fünf Jahre hinweg bis zu 3,5 Millionen Euro für das vorgeschlagene Forschungsprojekt.

Der ERC hat in der dritten Ausschreibungsrunde über 660 Millionen Euro für 294 Projekte bereitgestellt. 52 dieser Forschungsvorhaben werden an deutschen Forschungseinrichtungen durchgeführt; sie verteilen sich auf 35 universitäre und 17 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Zwölf der insgesamt 35 geförderten Forschungsprojekte an deutschen Hochschulen werden an bayerischen Universitäten durchgeführt. Bayern ist damit das erfolgreichste Land in Deutschland, gefolgt von Baden-Württemberg mit neun geförderten Projekten.

Die Empfänger der Forschungsstipendien an den bayerischen Universitäten sind:

Universität Bayreuth:

  • Prof. Stephan Förster, Physikalische Chemie
  • Prof. David Rubie, Bayerisches Geoinstitut der Universität Bayreuth

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg:

  • Prof. Paul Alfred Steinmann, Technische Mechanik
  • Prof. Matthias Warstat, Theater- und Medienwissenschaft

Ludwig-Maximilians-Universität München:

  • Prof. Peter Becker, Molekularbiologie
  • Prof. Roland Beckmann, Biochemie
  • Prof. Hermann Gaub, Physik
  • Prof. Jonathan Harrington, Phonetik und Sprachverarbeitung

Technische Universität München:

  • Prof. Andreas Bausch, Zellbiophysik
  • Prof. Prof. Christian Pfleiderer, Physik
  • Prof. Markus Schwaiger, Nuklearmedizin/Klinikum rechts der Isar
  • Prof. Rüdiger Westermann, Informatik

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch gratuliert den ausgezeichneten Forschern und ihren Heimatuniversitäten: „Die bayerischen Universitäten haben in diesem hoch kompetitiven internationalen Wettbewerb hervorragend abgeschnitten. Das wichtigste europäische Wissenschaftsstipendium geht gleich ein dutzendmal nach Bayern. Die ausgezeichneten Spitzenwissenschaftler sind weltweit begehrt und umworben. Der Freistaat Bayern setzt alles daran, Forscherpersönlichkeiten dieses Ranges aus dem In- und Ausland auch künftig optimale Rahmenbedingungen zu bieten.“

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2012-01-25T00:00:00Z2012-01-25T00:00:00Z2437
<![CDATA[Freistaat unterstützt Porzellanikon mit einer Million Euro pro Jahr]]> Bei einem Gespräch im Kunstministerium, bei dem unter anderem Oberfrankens Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Landrat Dr. Karl Döhler, Staatssekretärin Melanie Huml, der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel, der Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, der Oberbürgermeister der Stadt Selb Wolfgang Kreil und Jürgen Hoffmann, 1. Bürgermeister der Stadt Hohenberg an der Eger, sowie hochrangige Vertreter des Kunstministeriums anwesend waren, wurden konkrete Schritte für die Zukunft des Porzellanikons vereinbart. In einem ersten Schritt stellt der Freistaat dem Porzellanikon insgesamt acht Millionen Euro an Fördermitteln in den nächsten sechs bis acht Jahre für aktuelle Projekte zur Verfügung.

Außerdem wird Kunstminister Wolfgang Heubisch Kontakt zu den benachbarten Hochschulen aufnehmen und mit diesen Kooperationsmöglichkeiten ausloten. Konkretes Einstiegsprojekt könnten die Vorbereitungen für das im Jahr 2014 anstehende Jubiläum „200 Jahre industrielle Porzellanfertigung in Bayern“ sein. Mittelfristiges Ziel ist die Entwicklung eines Studienangebotes im Bereich Porzellan und Museum.

Parallel dazu werden sich die Beteiligten bemühen, eine nachhaltige Lösung für das Porzellanikon zu finden. Heubisch signalisierte, dass es hier keine Denkverbote geben werde: „Ziel ist es, ein tragfähiges Zukunftskonzept für die für Oberfranken bedeutsamen Museumsstandorte zu entwickeln.“

Das Porzellanikon besteht aus vier Museen an den Standorten Selb und Hohenberg an der Eger, die sich verschiedenen Aspekten rund um das Thema Porzellan widmen.

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2012-01-18T00:00:00Z2012-01-18T00:00:00Z2436
<![CDATA[BioSysNet: Start mit vier neuen Nachwuchsforschergruppen]]> Zum Jahresbeginn hat das Bayerische Wissenschaftsministerium vier neue selbständige Nachwuchsforschergruppen auf dem Gebiet der Biosystemforschung bewilligt. Die Förderung beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro für jede Forschergruppe für die Laufzeit von fünf Jahren. Damit ist der Grundstein für das neue Bayerische Forschungsnetzwerk für Molekulare Biosysteme (BioSysNet) gelegt, das im Rahmen der Zukunftsstrategie „Aufbruch Bayern“ eingerichtet wird.

Die in einem wettbewerblichen Verfahren mit einem international besetzten Gutachtergremium ausgewählten vier jungen Wissenschaftler, darunter eine Wissenschaftlerin, sind bislang an Universitäten in Italien, den Niederlanden, der Schweiz und den USA tätig. Sie werden in den nächsten Wochen an die TU München, das Klinikum rechts der Isar der TU München und die Universität Würzburg wechseln, um dort ihre eigene Nachwuchsforschergruppe aufzubauen und die Arbeit an ihren Forschungsprojekten zu beginnen.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, exzellente junge Nachwuchswissenschaftler mit internationaler Erfahrung an bayerische Universitäten zu holen, um ihr Know-how für Bayern zu gewinnen und mit bereits bestehenden Gruppen zu vernetzen“, so Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch. „Damit wird auch die angestrebte stärkere Internationalisierung der bayerischen Hochschulen unterstützt.“

Ziel der Förderung von BioSysNet ist es, die in Bayern bestehenden Kompetenzen in der Biosystemforschung zu bündeln, zu stärken und die Wettbewerbsposition Bayerns auf diesem innovativen Forschungsfeld zu verbessern. Die Erforschung der Regulation des Genoms als fachlicher Schwerpunkt des Programms erfordert dabei eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlern insbesondere der Biochemie, Genetik, Bioinformatik, Biophysik und Medizin. Die Vernetzung – sowohl innerhalb Bayerns als auch international – ist daher bei BioSysNet von hoher Bedeutung.

Im Rahmen des Forschungsnetzwerks werden neben den neuen Nachwuchsforschergruppen außerdem bis zu zwanzig bereits bestehende Forschungsgruppen an bayerischen Hochschulen mit einer Förderung unterstützt. Diese sogenannten assoziierten Gruppen werden in den kommenden Wochen ausgewählt.

Das Forschungsnetzwerk ist zugleich Bestandteil des Bayerischen Forschungszentrums für Molekulare Biosysteme, dessen Kernzentrum an der LMU München auf dem Campus in Großhadern-Martinsried angesiedelt ist. Sprecher des Forschungszentrums ist Prof. Dr. Patrick Cramer, Direktor des Genzentrums der LMU. Die Koordinierung des Forschungsnetzwerks hat Prof. Dr. Horst Domdey, Sprecher des bayerischen Cluster Biotechnologie, Wissenschaftlicher Leiter des Bayerischen Genomforschungsnetzwerks (BayGene) und Leiter der BioM AG übernommen.

Nähere Informationen zu BioSysNet, den Fördermaßnahmen sowie dem Bayerischen Forschungszentrum für Molekulare Biosysteme finden Sie unter: www.biosysnet.de .]]>2012-01-05T00:00:00Z2012-01-05T00:00:00Z2435<![CDATA[Katalogdaten von 23 Millionen Medien als Download verfügbar]]>

Die Bayerische Staatsbibliothek, der Bibliotheksverbund Bayern und der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg haben ihren gemeinsamen Katalog B3Kat als Linked Open Data veröffentlicht. Enthalten sind die Beschrei­bungen zu über 23 Millionen Medien aus 180 wissenschaftlichen Bibliotheken in Bayern, Berlin und Brandenburg. Diese Daten können nun ab sofort von jedermann ohne Einschrän­kungen aus dem Internet unter http://lod.b3kat.de heruntergeladen werden. „Die Bayerische Staatsbibliothek und der Bibliotheksverbund Bayern leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Open-Data-Initiative der Bayerischen Staatsregierung”, betonte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch.

Der Wissenschaft und Informationsanbietern im Internet steht mit den freigegebenen Katalogdaten ein mächtiges Instrument zur Verfügung. Es ist beispielsweise möglich, Publikationen damit zu verlinken, mit anderen Inhalten anzureichern oder eigene Auswertungen der Objektdaten und Schlag-wörter vorzunehmen. Das Angebot wird nach der Erstveröffentlichung kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Katalogdaten wurden unter die offene Lizenz „Creative Commons Zero“ gestellt. Sie können aufgrund ihres besonderen Formats (Resource Description Format RDF) automatisiert verarbeitet und interpretiert werden. Dadurch wird der B3Kat Teil des „Web 3.0“ oder „Semantic Web“, das eine inhaltliche Strukturierung und Ver­knüpfung von Informationen im Internet ermöglicht.

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2011-12-27T00:00:00Z2011-12-27T00:00:00Z2434
<![CDATA[Klinikum Augsburg: Kooperationsvereinbarung für das Universitäre Zentrum für Gesundheitswissenschaften (UNIKA-T) unterzeichnet]]> Das Universitäre Zentrum für Gesundheitswissenschaften am Klinikum Augsburg (UNIKA-T) geht heute offiziell an den Start. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch hat am Vormittag im Augsburger Landratsamt mit Vertretern des Klinikums Augsburg, des Krankenhaus-Zweckverbands sowie der Universität Augsburg, der LMU und der TU München die Kooperationsvereinbarung für das UNIKA-T unterzeichnet. Dieser Kooperationsvertrag ist die Grundlage für die künftige Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen, die das wissenschaftliche Profil des Augsburger Klinikums weiter schärfen soll. Im nächsten Schritt beginnen die drei Universitäten mit den Berufungsverfahren zur Besetzung der drei Lehrstühle für Epidemiologie, für Umweltmedizin sowie für Health Care Operations/Health Information Management. Die Professuren werden an die Medizinischen Fakultäten der TU München und der LMU sowie an die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Augsburg angebunden. Parallel hierzu müssen nun auch die Voraussetzungen für die räumliche Unterbringung des Zentrums geschaffen werden.

Wissenschaftsminister Heubisch: „Das UNIKA-T ist ein viel versprechender Ansatz, um in Augsburg Forschungskompetenz im medizinischen Bereich aufzubauen und einen echten Mehrwert für das Klinikum und die Region zu generieren. Das ist auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Universitätsklinikum.“

Das UNIKA-T bietet eine Plattform für künftige Forschungsprojekte, etwa unter Einbeziehung des Herzinfarktregisters. Außerdem plant die Helmholtz-Gemeinschaft eine Nationale Kohorte zur Langzeitbeobachtung. In ihr sollen ab dem Jahr 2012 bundesweit 200.000 Erwachsene rekrutiert werden – unter anderem aus Augsburg und Umgebung.

Der Freistaat stellt in seiner Zukunftsinitiative „Aufbruch Bayern“ für das Zentrum laufende Mittel in Höhe von drei Millionen Euro pro Jahr bereit. Weitere drei Millionen Euro sind als Anschubfinanzierung für die Erstausstattung vorgesehen.

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2011-12-22T00:00:00Z2011-12-22T00:00:00Z2432
<![CDATA[IHF-Studie zur Umsetzung von Bachelor- und Masterstudiengängen an Bayerns Hochschulen]]> Das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) hat in seiner aktuellen Studie „Stand und Perspektiven bayerischer Bachelor- und Masterstudiengänge“ die Umsetzung der neuen Studiengänge an den bayerischen Hochschulen untersucht. Zentrales Ergebnis: Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge werden grundsätzlich befürwortet, im Detail gebe es noch Optimierungspotential.

Das auffälligste Merkmal der neuen Studiengänge sei ihre Vielfalt und individuelle Ausgestaltung. Die damit verbundenen großen Gestaltungsmöglichkeiten erschwerten den angehenden Studierenden jedoch die Orientierung und die Wahl des richtigen Studiengangs. Deshalb sei es wichtig, den Studieninteressierten die bestmöglichen Informationen zu bieten, insbesondere durch eine übersichtliche Darstellung der Studiengänge im Internet. Optimierungspotenzial gebe es zudem bei der Umsetzung der Modularisierung, der Prüfungsgestaltung und der leichten Durchschaubarkeit der Regelungen für die Studierenden, darüber hinaus bei der Formulierung der Lernziele, der Anerkennung von außerhalb des Studiengangs erbrachten Leistungen sowie der Möglichkeit eines Teilzeitstudiums.

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betont: „Die Evaluation der neuen Studiengänge ist ein wichtiges Instrument, um die neue Studienstruktur erfolgreich weiterzuentwickeln. In zahlreichen Studiengängen konnte die Studierbarkeit bereits wesentlich verbessert werden. Die in der Studie genannten zentralen Handlungsfelder entsprechen den Kernpunkten der ‚Leitlinien zur Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses’, die das Wissenschaftsministerium 2010 zusammen mit Studierenden und den Hochschulverbünden erarbeitet hat. Wir werden hier kontinuierlich weiterarbeiten.“

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass viele Studiengänge in Veränderung sind und alle Beteiligten laufend an Verbesserungen arbeiten. Es werde in Zukunft vor allem darauf ankommen, studiengangspezifische Lösungen zu finden. Dabei sei es wichtig, den Dialog zwischen den Lehrenden – insbesondere den Gestaltern der Studiengänge – und den Studierenden zu stärken, auf beiden Seiten Initiative zu zeigen und bei Problemen nach gemeinsamen Lösungswegen zu suchen.

Für die Studie hat das IHF exemplarisch die Konzeptionen von 20 Bachelorstudiengängen und vier Masterstudiengängen aus ingenieur-, natur-, wirtschafts-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächern an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften analysiert.

Link zur Studie: http://www.ihf.bayern.de/?download=IHF_Studien_Hochschulforschung-82.pdf

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2011-12-22T00:00:00Z2011-12-22T00:00:00Z2433
<![CDATA[Heubisch zur bayerischen Kulturpolitik: „Vorhandenes bewahren und Neues entwickeln sind untrennbar miteinander verbunden."]]> Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch betont, dass eine lebendige Kulturpolitik sich nicht allein auf die Pflege und Bewahrung des Bestehenden beschränken darf, sondern auch neue Ideen und Projekte nach vorne bringen muss. Angesichts eines hohen Sanierungsbedarfs im Kulturbereich hatten die bayerischen Grünen quasi einen Planungsstopp für neue Kulturprojekte, wie das Museum der Bayerischen Geschichte und einen neuen Konzertsaal in München, gefordert. Heubisch: „Es wundert mich schon sehr, wenn ausgerechnet die Grünen innovative Kulturprojekte sowohl in den Regionen als auch in München boykottieren. Damit outen sie sich als Kulturverhinderer. In Bayern gibt es glücklicherweise eine lange Tradition, das kulturelle Erbe zu pflegen und zugleich in die Zukunft zu investieren. Diesen Weg werden wir fortsetzen.”

Natürlich gebe es bei der Vielzahl von Museen, Theatern, Bibliotheken und Archiven sowohl in der Landeshauptstadt als auch in der Region einen hohen Sanierungsbedarf. „Sie können sicher sein, dass die notwendigen Sanierungen, sei es nun bei der Neuen Pinakothek, dem Haus der Kunst oder der Archäologischen Staatssammlung für mich die allerhöchste Priorität haben. Wir arbeiten intensiv, um diese auf den Weg zu bringen. Die jetzt beginnende 70-Millionen-Euro-Sanierung des Gärtnerplatztheaters zeigt, dass der Freistaat die Dinge vorantreibt. Auch im Museumsbereich wurden in der Vergangenheit bereits umfangreiche Sanierungen – zum Beispiel bei der Alten Pinakothek mit rund 37,8 Millionen Euro oder dem Bayerischen Nationalmuseum mit bisher rund 52 Millionen durchgeführt. Weitere Sanierungen sind ohne Frage notwendig. Wir sind hier für jede Unterstützung aus dem Landtag, der als Haushaltssouverän die Finanzierung dieser Vorhaben ja genehmigen muss, dankbar. Auch die Sanierungen großteils kommunaler Kultureinrichtungen in den Regionen ist dem Freistaat ein großes Anliegen”, so Heubisch weiter. Aktuelle Beispiele der letzten Zeit seien hier die Stadttheater in Aschaffenburg und Augsburg und das Landestheater in Coburg. „Bayern lebt von seiner kulturellen Vielfalt und das soll auch in Zukunft so bleiben. Gerade deshalb darf man sich aber nicht darauf beschränken, das kulturelle Erbe zu bewahren, sondern muss auch neue Wege gehen. Dass die Finanzierung schwierig wird, darf uns doch nicht davon abhalten, in die Zukunft zu denken." Heubisch betonte, bei den innovativen Kulturprojekten gehe es keineswegs ausschließlich um Gebäude, gerade auch die Literatur- und Nachwuchsförderung seien Bereiche, die der Freistaat nachhaltig weiterentwickeln wolle.

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2011-12-21T00:00:00Z2011-12-21T00:00:00Z2431
<![CDATA[Duales Studium an bayerischen Hochschulen liegt im Trend]]> Dual ist doppelt gut. Gemäß diesem Motto setzen immer mehr junge Menschen auf ein duales Studium an einer bayerischen Hochschule für angewandte Wissenschaften. Damit hat die Initiative hochschule dual, die alle dualen Studienangebote der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften bündelt, Hochkonjunktur: 4.100 dual Studierende gibt es im WS 2011/2012 – das ist eine Versechsfachung seit Beginn von hochschule dual in 2006 und eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von mehr als 20%. Am beliebtesten sind die Ingenieurwissenschaften, gefolgt von den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zeigt sich erfreut über den Wachstumskurs von hochschule dual: „Diese Zahlen sprechen für sich! Das duale Studium mit seiner engen Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft ist eine äußerst attraktive Größe im vielfältigen Ausbildungsangebot des Freistaats Bayern. Von dem Studienprogramm profitieren Studierende, Unternehmen und Hochschulen in gleicher Weise. Deshalb wollen wir das Erfolgsmodell hochschule dual in Zukunft weiter ausbauen. Dabei setzen wir auf die Kooperation mit Unternehmen, die die erforderlichen Ausbildungsplätze für die praktischen Ausbildungsphasen zur Verfügung stellen.“

„Dieser Aufwärtstrend bestätigt die Vorteile des dualen Studiums in Bayern“, unterstreicht Professor Robert F. Schmidt, Leiter der Initiative hochschule dual. „Sind junge Menschen früher in andere Bundesländer gegangen, um dual zu studieren, entscheiden sich heute viele bewusst für die bayerische Variante. Der Theorieumfang entspricht dem regulären akademischen Studium, die Praxis, oftmals verbunden mit einer vollständigen Berufsausbildung, kommt noch hinzu. Theoretisch und praktisch breit ausgebildet zu sein – das macht die dualen Studienabsolventen für die Wirtschaft sehr attraktiv.“

So kooperieren inzwischen rund 700 Unternehmen aus Industrie und Handwerk mit den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. „Besonders stark angenommen wird hochschule dual im MINT-Bereich. Angesichts des demographischen Wandels sehen die Unternehmen besonders hier den Bedarf. Als Partner der Unternehmen ihrer Region werden die Hochschulen für angewandte Wissenschaften das duale Studium weiter gezielt ausbauen“, betont Professor Gunter Schweiger, Vorsitzender von Hochschule Bayern e.V.

hochschule dual wurde 2006 als Initiative von Hochschule Bayern e.V. gegründet, um alle dualen Studienangebote an den staatlichen bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften - Fachhochschulen unter einem Dach zu bündeln. An den beteiligten Hochschulen gibt es nunmehr rund 280 duale Studienangebote, die eine Verknüpfung von Hochschulstudium und Berufsausbildung (Verbundstudium) oder eine Verknüpfung von Hochschulstudium und betrieblicher Praxis (Studium mit vertiefter Praxis) bieten. Seit der Gründung der Initiative ist die Zahl der Studierenden auf rund 4.100 angewachsen. Weitere Informationen unter www.hochschule-dual.de .

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2011-12-20T00:00:00Z2011-12-20T00:00:00Z2430
<![CDATA[Heubisch und Herrmann eröffnen Bayerisches Polizeimuseum in Ingolstadt]]> Kunstminister Wolfgang Heubisch und Innenminister Joachim Herrmann eröffneten heute in Ingolstadt das Bayerische Polizeimuseum. Die umfangreiche Sammlung zur Geschichte der Bayerischen Polizei seit Gründung des Freistaats wird künftig als eigenständige Abteilung des Bayerischen Armeemuseums im Turm Triva inmitten der Festungsanlagen im Klenzepark gezeigt. Wesentliche Teile der Sammlung stellt das Bayerische Innenministerium dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung.

Kunstminister Wolfgang Heubisch zur Erweiterung der bayerischen Museumslandschaft durch das Polizeimuseum: „Die Geschichte der Bayerischen Polizei hat es verdient, einem breiten Publikum präsentiert zu werden. Denn in ihr spiegelt sich die Geschichte unseres Staates und unserer Gesellschaft. Deswegen ist es genau richtig, aus der Sammlung ein Museum zu machen und dieses an eines unserer traditionsreichsten Häuser im Freistaat anzuschließen. Das Museum ist ein wichtiger Diskussionsbeitrag zur wechselvollen Geschichte einer zentralen Institution des bayerischen Gemeinwesens. Ich wünsche dem Haus viele interessierte Besucherinnen und Besucher.“

Innenminister Joachim Herrmann betonte: „Die Öffentlichkeit kann nun die zahlreichen polizeigeschichtlichen Exponate bewundern. Zu den Prachtstücken der Ausstellung zählt unter anderem der 'Polizeikäfer', ein VW Käfer, der bis in die 80er-Jahre hinein als Einsatzfahrzeug genutzt wurde. Ich bin überzeugt, dass das Polizeimuseum großen Anklang bei Jung und Alt finden und eine dauerhafte Erfolgsgeschichte schreiben wird. Viele Themenfelder, wie beispielsweise Falschgeld, Kunstfälschungen oder Rauschgiftkriminalität werden im Lauf der Zeit noch Eingang in die Räumlichkeiten des Museums finden.“

Das Museum präsentiert auf 650 Quadratmetern mit rund 450 Ausstellungsstücken die Geschichte der Bayerischen Polizei seit 1918. Zahlreiche Sammlungsstücke wurden von Polizistinnen und Polizisten über die Jahre zusammengetragen und gepflegt. Uniformen, Ausrüstungsgegenstände, Dokumente und Fotos vermitteln einen Einblick in den Polizeialltag und die Biographien einzelner Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig bietet die Konzeption einen kritischen Blick von außen auf die jeweilige Rolle der Polizei im Wandel der Zeit von den unruhigen Jahren in der Weimarer Republik über die Periode der nationalsozialistischen Diktatur bis hin zum Neuanfang nach 1945 und der weiteren Entwicklung bis in die Gegenwart. Schlaglichtartig hebt die Ausstellung zentrale Ereignisse und deren öffentliche Wahrnehmung hervor, wie die Niederwerfung des Hitlerputsches 1923, die Olympiade 1972 oder die Proteste in Wackersdorf. Zugleich beleuchtet die Sammlung Einzelaspekte, etwa die Rolle der Frauen in der Polizei oder die damalige Funkstreife beim Polizeipräsidium München. Wie Museumsdirektor Dr. Ansgar Reiß resümierte, versteht sich das Bayerische Polizeimuseum nicht als abschließende Wertung, sondern als Beitrag zur weiteren Erforschung der Historie der Polizei in Bayern.

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2011-12-19T00:00:00Z2011-12-19T00:00:00Z2429
<![CDATA[19 bayerische Hochschulen in der zweiten Auswahlrunde des Qualitätspakts Lehre erfolgreich]]> In der zweiten Auswahlrunde des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre sind 19 bayerische Hochschulen zur Förderung ausgewählt worden. Zwei Universitäten, 14 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und drei Kunst- und Musikhochschulen überzeugten mit ihren erfolgreichen Konzepten. Der Bund stellt für den Qualitätspakt Lehre bis 2020 rund 2 Milliarden Euro bereit. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch gratuliert den erfolgreichen Hochschulen: „Hervorragende Lehre ist ein entscheidendes Kriterium für die Qualität unserer Hochschulen. Umso mehr freue ich mich, dass die bayerischen Hochschulen auch in der zweiten Förderrunde erstklassig abgeschnitten haben. Ich bin davon überzeugt, dass die ausgewählten Hochschulen mit ihren innovativen Konzepten wichtige Impulse für die Qualität der Lehre setzen werden.“

Die ausgewählten Anträge der bayerischen Hochschulen umfassen ein weites Spektrum. Die Mittel aus dem Programm stehen den Hochschulen ausschließlich zur Verbesserung der Qualität in der Lehre zur Verfügung und sind, wie auch die Studienbeiträge, kapazitätsneutral. So zielt das Konzept der Ludwig-Maximilians-Universität München (Lehre@LMU) darauf ab, Forschungsorientierung und Praxisbezug systematisch in die Lehre zu integrieren. Darüber hinaus sollen bildungskritische Übergangsphasen an den Schnittstellen von Schule, Studium und Beruf durch die verbesserte Betreuung und Beratung der immer heterogener werdenden Studierendenschaft aktiv gestaltet werden. Das Konzept sieht zudem eine maßgeschneiderte kontinuierliche (Weiter-)Qualifizierung des Personals für eine hochwertige Hochschullehre vor. Der Antrag der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU-QLS) bündelt zahlreiche, auf die besonderen Bedürfnisse der einzelnen Fächer zugeschnittene Maßnahmen. Hierzu gehören gezielte Angebote in der Orientierungsphase für Studienanfänger, eine verstärkte fachliche Betreuung in der Studieneingangsphase in den MINT-Fächern sowie eine ergänzende Betreuung der Studierenden in Großveranstaltungen durch Tutorien mit vielfältigen Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik. Der Verbundantrag HD MINT unter Federführung der Hochschule Rosenheim hat die Verbesserung der Lernerfolge bei den Studierenden durch didaktische Professionalisierung der Lehre zum Ziel. Dazu sollen an den beteiligten Hochschulen zusätzliche Personalkapazitäten für die Einführung und Unterstützung studentenzentrierter Lehr-/Lernformen geschaffen werden. Zudem ist vorgesehen, vorhandene Betreuungskonzepte durch didaktisch optimierte Lehrveranstaltungen, die Entwicklung von Lernmaterial, eine verbesserte Tutorenschulung und Konzepte zur Einführung von Studierenden in Lehrtechniken weiterzuentwickeln.

Ausgewählte bayerische Hochschulen des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre in der zweiten Bewilligungsrunde (Förderungszeitraum vom Sommersemester 2012 bis Ende 2016):

  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Aschaffenburg
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Deggendorf
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
  • Hochschule für Musik Nürnberg
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
  • Hochschule für Musik Würzburg
  • Verbundantrag: Hochschule Coburg, Hochschule Aschaffenburg, Hochschule Kempten, Hochschule Landshut, Hochschule Neu-Ulm, Hochschule Regensburg
  • Verbundantrag: Hochschule Rosenheim, DiZ – Zentrum für Hochschuldidaktik Ingolstadt, Hochschule Amberg-Weiden, Hochschule Augsburg, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Hochschule München, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung
  • Verbundantrag: Hochschule für Musik Detmold, Hochschule für Künste Bremen, Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main, Hochschule für Musik Freiburg, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Musikhochschule Lübeck, Hochschule für Musik Saar, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Hochschule für Musik Würzburg

Unter Einschluss der ersten Auswahlrunde werden bayernweit fünf Universitäten, acht Hochschulen für angewandte Wissenschaften und im Bereich der Kunsthochschulen die Hochschule für Film und Fernsehen München, die Akademien der Bildenden Künste in München und Nürnberg sowie die Musikhochschulen in Würzburg und Nürnberg gefördert. Über die drei erfolgreichen Verbundanträge – zwei aus der aktuellen und einem aus ersten Runde – sind zudem alle bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften in die Förderung eingebunden.

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2011-12-13T00:00:00Z2011-12-13T00:00:00Z2428
<![CDATA[Fünf bayerische Hochschulen erfolgreich beim Bundeswettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“]]> Fünf bayerische Hochschulen erhalten im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ eine Förderung von insgesamt knapp neun Millionen Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit dem Wettbewerb Konzepte, die die Teilhabe- und Aufstiegschancen von besonderen Studierendengruppen, wie zum Beispiel beruflich Qualifizierten oder Studienabbrechern, verbessern. Insgesamt werden in der ersten Runde bundesweit 26 Vorhaben gefördert. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betont: „Die Ziele des Wettbewerbs liegen auf einer Linie mit unseren eigenen Maßnahmen zur Verbesserung der Durchlässigkeit des Bildungssystems. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels ist es besonders wichtig, Menschen mit den unterschiedlichsten Bildungsbiografien die Möglichkeit für ein Studium zu eröffnen. Umso mehr freue ich mich über den Erfolg der bayerischen Projekte.“ Der Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ basiert auf einer Bund-Länder-Vereinbarung aus dem Jahr 2010. Eine zweite Ausschreibungsrunde im Rahmen des Wettbewerbs erfolgt im Jahr 2014.

Die geförderten Projekte unter Beteiligung bayerischer Hochschulen sind im Einzelnen:

  • Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Aschaffenburg (Verbundprojekt mit der Hochschule Darmstadt): „Open e-University“ – Einrichtung eines berufsbegleitenden Studiengangs B. Eng. Elektro- und Informationstechnik als Fernstudiengang
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Ingolstadt und Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule München (Verbundprojekt): „Offene Hochschule Oberbayern“ (Kernpunkte: systematische Entwicklung von Studienangeboten im Baukastensystem für unterrepräsentierte Studierendengruppen, Unterstützung der Studierenden während des gesamten Studiums sowie Aufbau eines Zentrums Offene Hochschule, der sich weitere Hochschulen anschließen können)
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: (Verbundprojekt mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und der TU Darmstadt): „C3S“ (Kernpunkte: Einrichtung mehrerer Studienangebote im Bereich der IT-Sicherheit)
  • TU München (Einzelprojekt): „TUM Individual“ (Kernpunkte: Gesamtkonzept für Durchlässigkeit und berufsbegleitendes Studium zur Unterstützung von beruflich Qualifizierten, Berufstätigen und Menschen mit Familienverpflichtungen; Einführung von Vorbereitungsangeboten, Betreuung, speziellen Studienangeboten)
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2011-12-12T00:00:00Z2011-12-12T00:00:00Z2425
<![CDATA[„FLÜGGE“: Wissenschaftsministerium fördert vier weitere Gründungsvorhaben an Hochschulen]]> Das Wissenschaftsministerium unterstützt im Rahmen des „Bayerischen Förderprogramms zum leichteren Übergang in eine Gründerexistenz“ (FLÜGGE) vier neue Gründungsprojekte an bayerischen Hochschulen. Die Gründungsvorhaben der erfolgreichen Teilnehmer der zweiten Auswahlrunde in diesem Jahr sind an der Universität Erlangen-Nürnberg und den Hochschulen für angewandte Wissenschaften Deggendorf, Ingolstadt und Würzburg-Schweinfurt angesiedelt. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betont: „Mit FLÜGGE fördern wir den direkten Wissens- und Technologietransfer, indem wir junge Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen sowie Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter mit einer innovativen Unternehmensidee auf ihrem Weg in die Selbständigkeit unterstützen.“

Das Förderprogramm bietet die Chance, für bis zu zwei Jahre in Teilzeit an einer Hochschule zu arbeiten und parallel dazu ein Unternehmen aufzubauen. Bewerbungsvoraussetzung ist eine innovative Unternehmensidee aus den Bereichen Produktion oder Dienstleistungen, die nachhaltiges Wachstumspotenzial verspricht und in einem aussichtsreichen Geschäftsplan ausgearbeitet ist. Das Ende 1997 eingerichtete Förderprogramm hat bislang 129 Vorhaben mit rund achteinhalb Millionen Euro gefördert. Davon konnten sich nahezu 80 Prozent erfolgreich am Markt etablieren oder an andere Unternehmen verkauft werden. Insgesamt wurden dadurch mehr als 1.100 neue Arbeitsplätze geschaffen.

FLÜGGE-Unternehmen werden immer wieder auch von anderer Seite ausgezeichnet: Die Sens-Action AG aus Coburg wurde beispielsweise im Oktober 2011 Bundessiegerin des Unternehmenswettbewerbs der KfW-Bankengruppe „GründerChampion 2011“ in der Kategorie ökologische Verantwortung. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie hat das Startup „innosabi“ als erfolgreiche Unternehmensgründung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ausgezeichnet.

In der aktuellen FLÜGGE-Förderrunde wurden folgende vier neue Gründungsvorhaben ausgewählt:

Die Unternehmensidee „bike ahead composites" stammt aus dem Bereich der Kunststofftechnik. Das Team, das an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt angesiedelt ist, entwickelt Verbundlaufräder für Mountainbikes aus Carbon. Mit der neuartigen Konstruktion wird ein extrem niedriges Gewicht bei höchster Steifigkeit und Sicherheit angestrebt.

Bei dem Team „BeECO“ handelt es sich um eine Ausgründung der Universität Erlangen-Nürnberg. „BeECO“ entwickelt eine Hard- und Software-Plattform zur (Kosten-)Optimierung von Energieerzeugung und Energieverbrauch. Teil des neuartigen Systems ist zum einen die Betriebsprofiloptimierung von Blockheizkraftwerken lokaler Energieversorger; zugleich besteht eine Kopplung mit Teilnehmersystemen in den Wohnhäusern der Verbraucher. Mit dem System wird eine umfassende Lösung zur Optimierung von Energieeffizienz und –verbrauch erreicht.

Das Team „cangoDrive“ ist eine Ausgründung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt in der Softwarebranche. Ziel ist die Entwicklung einer verschlüsselten Cloud-Storage-Architektur, auf deren Basis sichere und einfach zu bedienende Backup- und Synchronisations-Lösungen angeboten werden.

Bei „Softkeks“ handelt es sich ebenfalls um eine Ausgründung in der Softwarebranche, angesiedelt an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Deggendorf. Das Team „Softkeks“ strebt an, eine Komplettlösung für das Informationsmanagement in der Film- und TV-Branche zu entwickeln. Das innovative System steht kurz vor seinem ersten Einsatz am Filmset.

Für nähere Informationen zum Programm siehe www.fluegge-bayern.de .

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2011-12-12T00:00:00Z2011-12-12T00:00:00Z2427