Forschungspolitik
In der Welt der globalisierten Märkte und des nahezu unbegrenzten Warenflusses sind Wissenschaft und Forschung nicht nur die Triebfedern für technischen Fortschritt. Wissenschaftliche Erkenntnis entwickelt sich vielmehr selbst zu einem "Wirtschaftsgut". Dies gilt für die Industriestaaten und besonders für exzellente Wirtschaftsregionen wie Bayern, die als Hochlohnländer nur dann auf den Weltmärkten bestehen können, wenn sie an der Spitze des Fortschrittes stehen und innovative Produkte anbieten.
Aus der Erkenntnis heraus, dass wir unseren wirtschaftlichen Wohlstand nur dann dauerhaft sichern können, wenn wir Wissenschaft und Forschung nachhaltig fördern, hat die Bayerische Staatsregierung dem Ausbau der Forschungslandschaft oberste Priorität eingeräumt. Auf einer Vielzahl zukunftsträchtiger Felder gehört Bayern heute zu den führenden Forschungsstandorten in Europa.
Erfolgsfaktoren sind insbesondere
- die generelle Forschungsorientierung und Forschungsfreundlichkeit des Freistaates,
- die Förderung der Forschung in ihrer gesamten Breite und Vielfalt,
- die im bundesdeutschen Vergleich gute Ausstattung der Hochschulen
- und eine nachdrückliche Unterstützung der Schwerpunktbildung an den Hochschulen.
Auf diesem verlässlichen Fundament bauen die Bemühungen auf, die bayerische Forschungsstruktur weiter zu entwickeln, um die hohe Qualität des bayerischen Hochschulwesens auf dem Gebiet der Forschung zu erhalten und weiter zu stärken.
Einen Überblick über die vielfältige Forschungs- und Technologieförderung in Bayern bietet die Antwort der Staatsregierung vom 26. Mai 2009 auf die Interpellation zum "Forschungsstandort Bayern" vom 16.12.2008. Sie kann hier
heruntergeladen werden.
Die zwölf Fragenkomplexe der Interpellation beziehen sich insbesondere auf die Forschungseinrichtungen in Bayern, deren Finanzierung und Forschungsziele, die staatliche Forschungsförderung mit ihren Schwerpunkten, den Bereich Wissens- und Technologietransfer sowie die staatlichen Aufwendungen für die Förderung von Forschungseinrichtungen bzw. Forschungsvorhaben.
Es wird deutlich, dass die Förderung von Wissenschaft und Forschung in Bayern einen besonderen Stellenwert genießt:
- Im Rahmen der Sonderprogramme "Offensive Zukunft Bayern" - OZB (1994), "High-Tech-Offensive" (2000), Bayern FIT - Forschung, Innovation, Technologie (2008) und Aufbruch Bayern (2011) wurden in diesem Bereich weit über 5 Mrd. Euro aus Privatisierungserlösen investiert.
- Jährlich gibt der Freistaat Bayern rund 5 Mrd. Euro für Wissenschaft und Forschung aus.
- Mit einem Anteil von rund 3 Prozent am Bruttoinlandsprodukt liegen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von Wirtschaft und Staat im internationalen Spitzenfeld und über dem Bundesdurchschnitt (ca. 2,7 Prozent).
Die Interpellation bietet einen eindrucksvollen Beleg dafür, in welcher Weise Bayern sich durch die staatliche Forschungs- und Technologieförderung auf vielen Zukunftsfeldern zu einem der führenden Forschungs- und Hochtechnologiestandorte in Europa entwickelt hat.
© Referat D 2