Bayerische Raute
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Universität Erlangen-Nürnberg

Bündnis Studieren in Bayern

Am 18. Januar 2008 wurde von der Staatsregierung gemeinsam mit Vertretern von Wirtschafts- und Hochschulverbänden, kommunalen Spitzenverbänden und außeruniversitären Forschungseinrichtungen das Bündnis "Studieren in Bayern" pdf unterzeichnet. Begleitend zum Ausbauprogramm der Hochschulen in Bayern stellt das Bündnis ein gemeinsames Engagement dar, um die Chance der steigenden Studierendenzahlen allgemein sowie des doppelten Abiturjahrgangs 2011 im Speziellen für den Standort Bayern gewinnbringend zu nutzen.

Als Einstieg in die Umsetzung des Bündnisses an einzelnen Standorten fanden 2008 insgesamt acht Regionalkonferenzen statt. Neben den regionalen Vertretern der Bündnispartnern wurde der Teilnehmerkreis der Regionalkonferenzen insbesondere durch Vertreter der Studentenwerke, der Immobilien Freistaat Bayern sowie der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien verstärkt.

Von den Vertretern der Wirtschaft wie der Kommunen wurde die Bereitschaft hervorgehoben, sich im Rahmen des Bündnisses engagiert einzubringen, etwa mit der Bereitstellung von Räumen und Kantinen, der Übernahme von Lehraufträgen oder der Schaffung zusätzlicher Praktikumsplätze. Von Seiten der Wirtschaftsvertreter wurde durchwegs die klare Ausrichtung des Ausbauprogramms auf den Bereich der technischen Studiengänge (MINT-Fächer) begrüßt. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach einer stärker bedarfsorientierten Ausgestaltung der Studiengänge geäußert. Eine engere Verzahnung der Aktivitäten von Wirtschaft und Wissenschaft stellt somit für beide Seiten eine lohnende Perspektive dar. Insbesondere von Kommunen und Forschungseinrichtungen wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Schüler und Studienberechtigten über das erweiterte Studienangebot zu informieren, wobei vorrangig das Interesse an MINT-Fächer gestärkt werden sollte. Hier zeigen sich Möglichkeiten, den Übergang von der Schule in die Hochschule und anschließend in ein Arbeitsverhältnis unter regionalen Gesichtspunkten wesentlich zu verbessern.

Im Rahmen der Regionalkonferenzen kristallisierten sich zusammenfassend folgende zentrale Ansatzpunkte für Kooperationen zwischen Hochschulen und Bündnispartnern heraus:

  • Bedarf an Gebäuden und Flächen (Unterrichtsräume, Büros), sowie an Studentenwohnraum bzw. Wohnheimplätzen,
  • Bedarf an zusätzlichen Praktikumsplätzen (auch für Lehramtsstudierende sowie im Rahmen von "hochschule dual"),
  • Übernahme von Lehraufträgen (möglicherweise auch ein "geteilter" Einsatz von Lehrern an Schulen und Hochschulen),
  • Schaffung familienfreundlicherer Studienbedingungen, z.B. durch zusätzliche Kinderbetreuungseinrichtungen,
  • bessere Ausgestaltung des Übergangs von der Schule zur Hochschule, z.B. durch Beratungs- und Informationsangebote und Professorenpatenschaften,
  • zusätzliche Werbemaßnahmen, insbesondere für MINT-Fächer,
  • Einrichtung von Teilzeit-Studiengängen,
  • Sponsoring (z.B. für Laborausstattung), Stiftungsprofessuren, Stipendien,
  • Versorgung der Studierenden (Mensa, Cafeteria),
  • Unterstützung der "hochschule dual"

Die weitere Ausgestaltung des Bündnisses liegt nun bei den Hochschulen, die in eigener Verantwortung die Umsetzung vorantreiben und dabei standortspezifisch im Dialog mit den Partnern ermitteln, welche konkreten Beiträge geleistet werden können.

© Referat D 1