Optimierungsprozess
Die hochschulübergreifende Optimierung des Fächerspektrums ist ein zentrales Element der bayerischen Hochschulreformen. Dabei sind Vernetzung und Zusammenarbeit die Schlüssel zur Zukunft. Die Fragen der modernen Wissenschaft verlassen die Grenzen einer wissenschaftlichen Disziplin im klassischen Sinn. Beurteilungsmaßstab für das Fächerangebot der Hochschulen ist deshalb auch nicht mehr der einzelne Standort, sondern der Wissenschaftsraum Bayern insgesamt. Ziel der bayerischen Hochschulpolitik ist ein Gesamtbild, in dem das Angebot der einzelnen Hochschulen stärker aufeinander abstimmt ist. Diese Optimierungsstrategie ist eine nachhaltige Aufgabe, die gemeinsam mit den Hochschulen vorangetrieben wird.
Einen wichtigen Beitrag zu diesem Prozess stellten die Empfehlungen der "Mittelstraß-Kommission"
von März 2005, einer internationalen Expertenkommission zur Neugestaltung der bayerischen Hochschullanschaft, dar.
Auf Grundlage dieser Empfehlungen wurde das Optimierungskonzept 2008
erstellt mit der Prämisse, dass die Hochschulen nur durch eine Konzentration auf ihre Stärken die internationale Spitzenklasse erreichen oder halten können. Entscheidend ist nicht, ob jeder alles anbietet. Entscheidend wird sein, dass die bayerischen Hochschulen in den von ihnen angebotenen Fächern mit ihrem geschärften Profil international attraktiv sind.
Die Optimierung der Hochschul- und Wissenschaftslandschaft ist ein andauernder Prozess, der ständig überprüft und weiterentwickelt werden muss. Die Hochschulen haben sich in Innovationsbündnissen als Gegenleistung für staatliche Zusagen verpflichtet, aktiv an den nötigen Umstrukturierungen mitzuwirken, und diese Zusage in gemeinsamen Zielvereinbarungen konkretisiert. Zum Ausbau zukunftsweisender Bereiche sind Innovationsfonds eingerichtet worden, über die Stellen und Mittel zur gezielten Schwerpunktsetzung verteilt werden.
Die am 1. August 2005 geschlossene Vereinbarung zwischen LMU und TUM
über eine künftige engere Kooperation ist beispielgebend für den gesamten Optimierungsprozess. Die beiden Universitäten wollen strategisch eng zusammenzuarbeiten, um den Wissenschaftsstandort München zu stärken. Dazu gehören eine gemeinsame Entwicklungsplanung in Fächern, die an beiden Hochschulen angeboten werden, gemeinsame Studienangebote und eine Zusammenarbeit bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, insbesondere durch gemeinsame Graduate Schools.
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