17.10.2008
Semesterticket für die Münchner Studierenden; Goppel fordert die Stadt München auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben: „Tarif-Kosmetik kann ein Semesterticket nicht ersetzen.“
Wissenschaftsminister Thomas Goppel hat die Stadt München am Donnerstag aufgefordert, ihre Blockadehaltung zum Semesterticket für die Münchner Studierenden aufzugeben. Zugleich bezeichnete Goppel die von der Stadt nunmehr ins Gespräch gebrachten Änderungen beim Ausbildungsabo als „Ablenkungsmanöver, das den Studierenden wohl nicht wirklich hilft“. Dieser Vorschlag berücksichtige nicht, dass viele Studierende in den Semesterferien den öffentlichen Nahverkehr ohnehin nicht beanspruchen. „Tarif-Kosmetik kann ein Semesterticket nicht ersetzen“, sagte Goppel. Deswegen sollte die Stadt zu einem konstruk-tiven Dialog zurückkehren. Die weit fortgeschrittenen Verhandlungen zum Semesterticket wurden Mitte Juli von der städtischen MVG blockiert. Goppel: „Nachdem an vielen anderen Hochschulstandorten ein Semesterticket realisiert werden konnte, sollte dies auch in München möglich sein.“ Erfolgversprechend ist nach der Auffassung Goppels ein flexibles Kombinationsmodell, das berücksichtigt, dass einige Studierende, z. B. in Garching und Weihenstephan, weite Wege, andere nur kurze zurücklegen und wieder andere den MVV nicht benutzen müssen. Nach diesem Modell würde ein Grundtarif mit entsprechenden Aufzahlungen übermäßige Belastungen für die Studierenden vermeiden.