Bayerische Raute
Drucken

22.10.2008

Verhandlungen Semesterticket

Wissenschaftsminister Goppel begrüßt Entscheidung der Stadt München weiter über ein Semesterticket zu verhandeln

Die Entscheidung der Stadt München, die Tür für eine Lösung für ein Semesterticket offen zu halten, hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Mittwoch in München begrüßt. Goppel: „Der Oberbürger-meister hat Wort gehalten, sich für eine Wiederaufnahme der Ver-handlungen einzusetzen. Für Königs Blockaden ist es zu spät“, so der Minister zu den heutigen Anwürfen des MVG-Chefs Herbert König. Goppel betonte, er hoffe, dass nunmehr im Interesse der Studierenden eine tragfähige Kompromisslösung gefunden werden könne. „Semester-tickets gibt es an vielen anderen Hochschulstandorten, auch in München sollte ein derartiges Angebot realisiert werden können“, so der Minister. Goppel bekräftigte seine Gesprächsbereitschaft und bot an, zwischen den Verhandlungspartnern Studentenwerk und MVV zu vermitteln. Es müsse eine flexible Regelung getroffen werden, die be-rücksichtigt, dass einige Studierende, z. B. in Garching und Weihen-stephan, weite Wege, andere nur kurze zurücklegen und wieder andere den MVV nicht nutzen müssen.“

Im Juli dieses Jahres hatte der MVV dem Studentenwerk mitgeteilt, dass unter den in den Verhandlungen erarbeiteten Bedingungen die Einführung eines Semestertickets in München nicht möglich sei. Es waren zwei Modelle diskutiert worden, das sog. „Einheitsmodell“ und das „Sockelmodell“. Das „Einheitsmodell“ ging davon aus, dass alle Studierenden mit der Einschreibung ein Semesterticket für das gesamte Tarifgebiet des MVV erwerben. Die Kosten hierfür werden vom MVV mit rund 190 Euro je Semester angegeben. Diese Kosten wären jedoch für jene Studenten zu hoch, die das Ticket bezahlen müssen, obwohl sie es nicht nutzen. Als Alternativlösung hatten sich die Verhandlungen auf ein „Sockelmodell“ konzentriert, wonach von jedem Studierenden ein Grundbetrag unter 50 Euro erhoben wird und – je nach Nutzung – zusätzlich ein Aufpreis berechnet wird. Dieses Ticket wäre für die Studierenden günstiger gewesen als der bisher vom MVV verlangte Ausbildungstarif II. Die Ablehnung wurde durch die MVG damit be-gründet, dass sich das Sockelmodell in der konkret vorgeschlagenen Form für sie nicht wirtschaftlich sei.