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EnergieforschungEnergy ResearchEnergieforschung
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Forschung



 

Energie- und Klimaforschung

Energieforschung

Ein wichtiger Schwerpunkt der bayerischen Forschungs- und Technologiepolitik liegt aktuell auf dem Bereich Energie: Im Bayerischen Energiekonzept "Energie innovativ" wurde der Energieforschung und -technologie eine besondere Bedeutung für eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung zugemessen. Eine Expertenkommission mit Sachverstand aus Wissenschaft und Wirtschaft hat im Rahmenkonzept "Bayerische Allianz für Energieforschung und -technologie" fünf Handlungsfelder mit insgesamt 27 Forschungsfeldern definiert und den jeweils für Bayern wichtigen Forschungs- und Entwicklungsbedarf konkretisiert. Strukturell setzt das Rahmenkonzept darauf, die landesweiten Kompetenzen zu bündeln und zu vernetzen: Rund um den Energie Campus Nürnberg sowie im Umfeld der Technischen Universität München liegen die beiden herausragenden Zentren der Energieforschung und -entwicklung in Bayern. Durch eine enge Kooperation mit allen außeruniversitären Forschungs- und Ressortforschungseinrichtungen, forschenden Unternehmen und Hochschulen aus ganz Bayern soll das Netz aller Fachkompetenzen im Energiebereich gestärkt und ausgebaut werden. Einien Überblick über die Kompetenzen bietet der Kompetenzatlas zur Energieforschung.

Auf diesem Rahmenkonzept setzt das Bayerische Konzept für Forschung und Technologieentwicklung im Energiebereich auf, mit dem ressortübergreifende Vorhaben gefördert werden. 

Das Wissenschaftsministerium fördert beginnend mit dem Haushaltsjahr 2012 (23,26 Mio. €) sechs Forschungsvorhaben und drei Strukturmaßnahmen. Mit dem Doppelhaushalt 2013/2014 wurden zwei weitere Vorhaben in die Förderung aufgenommen, so dass im Wissenschaftsetat nun 30,14 Mio. Euro (2013) bzw. 33,99 Mio. Euro (2014) für die Energieforschung zur Verfügung stehen. Für dieses Maßnahmenpaket ist eine Laufzeit von jeweils bis zu fünf Jahren und ein Gesamtfördervolumen von 147,43 Mio. Euro vorgesehen.

Die Vielfalt der bayerischen Energieforschungslandschaft mit ausgewählten Vorhaben aller Ressorts stellt die Broschüre "Energieforschung und -technologie in Bayern" vor.

Eine weitere Maßnahme im Energiebereich, die auch von erheblicher forschungspolitischer Bedeutung ist, ist das zum 1. September 2013 neu gegründete Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN); nach den veränderten Ressortzuschnitten nach der Landtagswahl 2013 nun in Zuständigkeit des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Es handelt sich dabei um eine institutionalisierte Langzeit-Kooperation von drei Partnereinrichtungen: der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, dem Forschungszentrum Jülich und dem Helmholtz-Zentrum Berlin. Das neue Institut beschäftigt sich insbesondere mit Solaren Materialien und mit dem Thema „Wasserstoff als Speichermedium“. Dabei setzt es sich selbst zum Ziel, sich in diesem Bereich zu einem international sichtbaren Center of Excellence zu entwickeln, indem es die spezifischen Kompetenzen der beteiligten Partnereinrichtungen bündelt. Der Freistaat unterstützt das neue Helmholtz-Institut in der Aufbauphase unter anderem mit einer Anschubfinanzierung von rund 38 Millionen Euro. Die laufenden Mittel finanzieren zu 90 Prozent der Bund und zu zehn Prozent der Freistaat, so wie es für eine Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft üblich ist. Das Institut wird mit vier neuen Professuren und zwei Nachwuchsgruppen ausgestattet. Insgesamt entstehen hier etwa 50 Arbeitsplätze. Die Grundlagen für das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien sind in einer Bund-Ländervereinbarung geregelt.

Klimaforschung

Wie das energiepolitische Zieldreieck "sicher, bezahlbar, umweltverträglich" deutlich macht, stehen die Themen Energie und Klima in engem Zusammenhang. So tragen insbesondere diejenigen Forschungsvorhaben im Rahmen des bayerischen Konzepts für Forschung und Technologieentwicklung im Energiebereich, die sich mit Fragen der Energie- und Ressourceneffizienz befassen, auch zu einem stärkeren Klimaschutz bei. In diesem Bereich förderte das Wissenschaftsministerium über das Maßnahmenpaket zur Energieforschung hinausgehend bereits die Forschungsverbünde "Energieeffiziente Technologien und Anwendungen" (FORETA) und "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts" (KW 21). Weitere Klimaforschungsverbünde waren "Auswirkungen des Klimas auf Ökosysteme und klimatische Anpassungsstrategien" (FORKAST) und "Pflanzen fit für die Zukunft" (FOR PLANTA).

Ausgewählte Maßnahmen der Forschung und Entwicklung für Klima und Umweltschutz stellt die ressortübergreifende Broschüre "Klimaschutz Bayern 2020" vor.

© Referat D7