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Pressemeldungen Wissenschaft und Kunst

16.08.13

Petra Morsbach erhält Jean-Paul-Preis 2013

Den Jean-Paul-Preis des Freistaats Bayern erhält in diesem Jahr die Schriftstellerin Petra Morsbach. Kunstminister Heubisch hat dem Vorschlag der Jury gerne zugestimmt: „Mit Petra Morsbach wird eine herausragende wie unprätentiöse Erzählerin ausgezeichnet, die mit scharfem Blick unsere Gegenwart erkundet und dabei der Suche nach Wahrheit verpflichtet ist“, so Kunstminister Wolfgang Heubisch.

Petra Morsbach wuchs am Starnberger See auf, wo sie auch heute lebt. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften, Psychologie und Slawistik in München und einem Gastjahr an der Leningrader Theaterakademie promovierte sie mit einer Arbeit über Isaak Babel. Anschließend war sie zehn Jahre lang als Regisseurin tätig. Ihr erstes Buch „Plötzlich ist es Abend“ erschien 1995, der im Theaterbetrieb in der Provinz spielende „Opernroman“ 1998, es folgten die Titel „Geschichte mit Pferden“ (2001), „Gottesdiener“ (2004) und „Der Cembalospieler“ (2008). 2013 erschien der Künstlerroman „Dichterliebe“.

Die Jury war sich einig, dass Petra Morsbach mit „Dichterliebe“ eine neue Stufe ihres erzählerischen Könnens erreicht hat. In der Würdigung der Jury heißt es: „Leningrad um 1950, der Mikrokosmos eines Opernhauses, die Köchin eines Reiterhofs, ein erblindeter Musiker, ein Pfarrer in Niederbayern, ein alternder DDR-Lyriker, - die Romane von Petra Morsbach behandeln höchst unterschiedliche Lebenswelten und Schicksale. Stets überaus sorgfältig recherchiert, fern aller Klischees, mit präzisem psychologischem Realismus, souveränem epischem Atem und subtilem Humor erzählen diese Texte von Alltag und existentiellen Krisen, von Scheitern und Hoffnung mit einer Intensität und einem Einfühlungsvermögen, die in der deutschen Gegenwartsliteratur singulär sind. Die unbedingte Wahrheit (und Wahrhaftigkeit) des Erzählens (und des Erzählten) sind für Morsbach die zentrale poetologische Kategorie. Das manifestiert sich auch in ihrer scheinbar beiläufigen, oft lakonischen Sprache."

Die Preisverleihung findet am 23. Oktober im Max-Joseph-Saal in der Münchener Residenz statt. Als Laudator konnte der Büchner-Preisträger Martin Mosebach gewonnen werden.

Der in diesem Jahr zum 16. Mal verliehene Jean-Paul-Preis des Freistaats Bayern wird alle zwei Jahre vergeben. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und würdigt das literarische Gesamtwerk eines deutschsprachigen Schriftstellers oder einer deutschsprachigen Schriftstellerin. Unter den bisherigen Preisträgern waren Friedrich Dürrenmatt, Botho Strauß, Horst Bienek, Herrmann Lenz, Günter de Bruyn, Herbert Rosendorfer, Gerhard Polt, Sarah Kirsch, Uwe Dick und Brigitte Kronauer.

 

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