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Lorscher Arzneibuch und Goldene Bulle in Weltdokumentenerbe aufgenommen

Das Internationale Komitee für das UNESCO-Programm "Memory of the World" hat auf seiner Tagung am 18. Juni 2013 in Südkorea das Lorscher Arzneibuch und die Goldene Bulle Kaiser Karls IV. in das Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen.

Das Lorscher Arzneibuch entstand Ende des 8. Jahrhunderts in der südhessischen Benediktinerabtei Lorsch und ist damit das älteste medizinische Buch des abendländischen Mittelalters. Seine Registrierung unterstreicht die internationale Geltung der Staatsbibliothek Bamberg, wo es heute aufbewahrt wird. 

Die Goldene Bulle war das Grundgesetz des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Von Kaiser Karl IV. im Jahr 1356 erlassen bestimmte sie das Verfassungsleben des Alten Reichs bis zu seinem Ende 1806. Sie gilt als eine der Wurzeln des bundesdeutschen Föderalismus. Von dem Dokument haben sich sieben Originale erhalten. Zwei davon befinden sich in bayerischen Archiven: das Exemplar für die Reichsstadt Nürnberg im Staatsarchiv Nürnberg und das Exemplar für Wittelsbacher Kurfürsten von der Pfalz im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München.

Minister Heubisch zeigte sich erfreut über die Aufnahme des Lorscher Arzneibuchs und der Goldenen Bulle in das Weltdokumentenerbe. "Das unterstreicht die bedeutende Rolle der Staatlichen Bibliotheken und Achive beim Schutz unseres reichen kulturellen und historischen Erbes. Der Freistaat ist sich der bewahrenden Aufgabe dieser Einrichtungen bewusst und zugleich stolz auf deren kostbare Schätze", so der Minister.