Förderprogramm Literaturland Bayern
Kulturelle Bildung und das literarische Erbe stehen im Mittelpunkt
Kunstminister Wolfgang Heubisch fördert die Literatur im Freistaat. Das Thema Literaturförderung wurde in die Koalitionsvereinbarung aufgenommen und seither mit hoher Priorität behandelt. "Bayern ist ein Literaturland mit einer reichen Tradition und einem vielfältigen, facettenreichen literarischen Leben. Dies gilt es zu bewahren und lebendig zu halten. Kinder und Jugendliche prägt die Auseinandersetzung mit Literatur in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Und: Die Literatur birgt noch erhebliches kulturtouristisches und kulturwirtschaftliches Potenzial für Bayern", so Heubisch bei der Vorstellung des "Literaturförderprogramms des Freistaats Bayern" im Kabinett. "Künftig wird sich Bayern selbstbewusst als Literaturland präsentieren."
Mit circa 430.000 Euro jährlich wurden die Haushaltsmittel für Literaturförderung im Haushalt 2009/2010 mehr als verdoppelt. Damit sollen die Defizite, die Bayern in diesem Bereich im Ländervergleich aufweist, Schritt für Schritt abgebaut werden. Die Haushaltsmittel legen den Grundstock für einen ganzen Fächer von Fördermaßnahmen - vor allem im Bereich der Autoren- und Projektförderung und der Literaturvermittlung. Schwerpunkte sind die Themen "Kulturelle Bildung" und "Pflege des literarischen Erbes."
- Das Literaturland Bayern lebt von seinen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Bis zu sechs neue Arbeitsstipendien, die im Jahr 2010 vergeben werden, sollen dafür sorgen, dass Autorinnen und Autoren sich auf die Vollendung eines literarischen Projekts konzentrieren können.
- Literarische Übersetzerinnen und Übersetzer haben bereits 2009 die Möglichkeit, sich um ein Projektstipendium zu bewerben. Das Stipendium wird am 11. Dezember im Literaturhaus München verliehen.
- Neu ist ebenfalls der bereits 2009 vergebene Preis für einen bayerischen Kleinverlag. Der Preis stieß auf ein großes Echo der bayerischen Kleinverlage, die dadurch Anerkennung für ihr besonderes unternehmerisches Risiko finden. Die Preisverleihung findet am 27. November statt.
- Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung von Literaturfestivals. 2010 wird es sogar mehrere neue Literaturfestivals in Bayern geben, an denen das Kunstministerium beteiligt sein wird, so ein Bayerisches Kinder- und Jugendfestival, das die internationale Jugendbibliothek durchführt.
- Die kulturelle Bildung junger Menschen zählt gegenwärtig zu den zentralen bildungspolitischen Aufgaben. Die Lust am Lesen und am Schreiben sowie die Begegnung mit Literatur sollen deshalb so früh wie möglich gefördert werden. Um dies umzusetzen, fördert das Kunstministerium erstmals Workshops zum Kreativen Schreiben an Schulen, die ausnahmslos von professionellen Schriftstellerinnen und Schriftstellern geleitet werden. Auch die Mittel für Autorenlesungen an Schulen wurden wesentlich erhöht.
- Als Kulturstaat fühlt sich der Freistaat Bayern auch der Pflege des literarischen Gedächtnisses verpflichtet. Die Mittel für das Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg, das zugleich zentraler Veranstaltungsort für Literatur in den Regionen Oberpfalz und Mittelfranken ist, wurden daher erheblich aufgestockt.
- Zahlreiche literarische Nachlässe liegen an verschiedenen Orten in Bayern verstreut. In einer Datenbank zum "Virtuellen Literaturarchiv Bayern" werden sie derzeit zusammengeführt.
- Außerdem wird es im Internet ein Literaturportal mit Veranstaltungskalender geben, auf dem sich das literarische Leben Bayerns in seiner ganzen Vielfalt darstellt.
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